Verödung

Die so genannte Verödung wird zur Behandlung von Krampfadern und Besenreisern eingesetzt. Sie ist allerdings nur bei oberflächlich gelegenen Krampfadern möglich, wenn die tiefer gelegenen Blutgefäße noch voll funktionstüchtig sind; andernfalls ist eine Krampfadernoperation nötig.

Vorgangsweise
Das Prinzip der Verödung beruht darauf, dass in die unvollständig funktionierenden Krampfadern bzw. Besenreiser mit feinsten Nadeln ein Verödungsmittel eingespritzt wird. Dieses Mittel verursacht eine Reizung und in der Folge eine leichte Entzündung der inneren Gefäßwand. Durch das unmittelbar darauf folgende Anlegen eines Kompressionsverbands klebt das behandelte Blutgefäß zusammen - es wird ein funktionsloser Strang, das Blut wird über andere Gefäße umgeleitet. Der Eingriff wird im Liegen ausgeführt. Es können mehrere Krampfadern bzw. Besenreiser im Zuge einer Sitzung behandelt werden. Da die Verödung so gut wie schmerzlosist, ist eine Betäubung nicht notwendig.
   
Erfolgsrate, Risiken und Komplikationen
Viel Flüssigkeit und Bewegung sind Grundvorraussetzung für eine erfolgreiche Verödungsbehandlung. Im Normalfall sind 1-3 Behandlungen notwendig um zu einem guten Ergebnis zu kommen.
Äußerst selten kommt es zu allergischen Reaktionen auf das Verödungsmittel. In manchen Fällen kann es zu einer Sauerstoffunterversorgung des umliegenden Gewebes kommen. Dauerhafte bräunliche Verfärbungen, die sich auf der Haut zeigen, sind dann die Folge. Äußerst selten kommt es durch das Sklerosierungsmittel zur dauerhaften Schädigung und zum Absterben von Hautarealen.

Unmittelbar nach der Verödung sollte der Patient mindestens eine halbe Stunde zügig gehen. Der Verband oder Strumpf wird maximal 2 Tage getragen.
   
Heilungschancen
Einmal verödete Krampfadern können sich nicht wieder neu bilden. Bei entsprechender Veranlagung besteht aber weiterhin die Gefahr der Bildung von neuen Krampfadern bzw. Besenreisern.

 

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